Projekte

Im Folgenden sind aktuelle Projekte von Mitgliedern der DGPFG vorgestellt.

PFP - Psychosomatische Forschung in der Praxis - hat sich eine Gruppe von niedergelassenen Frauenärztinnen benannt, die aus der Praxis heraus ihre Arbeit hinterfragen wollen.
Die Gruppe traf sich jährlich im Rahmen der DGPFG-Tagung im Forum "Forschung aus der Praxis"
Ein erstes Projekt zum Thema "Wieviel Empathie kommt an?" wurde im März 2009 auf der DGPFG-Tagung in Salzburg vorgestellt, Veröffentlichung im Tagungsband. Das nächste Projekt beschäftigte sich mit dem Thema Wechseljahre: Wie sind Frauen, die in psychosomatisch-orientierten frauenärztlichen Praxen betreut werden, informiert über diesen Lebensübergang, und wie gehen sie mit dieser Zeit und mit eventuellen Beschwerden um? Die Ergebnisse wurden auf der DGPFG-Tagung in Hamburg 2011 vorgestellt und im FRAUENARZT veröffentlicht.
Das Forum "Forschung in der Praxis" hat auf der TAgung 2014 in Bochum erneut getagt, es gibt weiter viel Interesse an praxisbezogener Versorgungs-Forschung, aber kein aktuelles Projekt.
Wenn Sie Fragen dazu haben oder mitmachen wollen, wenden Sie sich bitte an Dr.Claudia Schumann ClaudiaSchumann ( at ) t-online.de

Im Netzwerk "Gewalt in der Schwangerschaft. Schwanger nach Gewalt" sind Frauen und Männer aus verschiedenen Berufen und Einrichtungen zusammengeschlossen, die in ihrer Arbeit mit dem Thema Schwangerschaft und Gewalt konfrontiert sind.  
Netzwerk         
Pressemitteilung           Internet-Link

Der Einfluss lebensverändernder Ereignisse beim Verlauf des Mammakarzinoms                                                                                                                                 Antragsteller: Prof. Dr. phil. Siegfried Geyer, Prof. Dr. Dr. med. Mechthild Neises
Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen: Dr. Heike Sassmann, Barbara Bischofberger, Dorothee Noeres

Wissenschaftliche Hilfskräfte: Denise Klenner, Alexandra Prochnow-Kibar

Im Mittelpunkt des Projektes steht die Frage, ob das Auftreten belastender Lebensereignisse den postoperativen Verlauf der Brustkrebserkrankung beeinflusst. Insbesondere wird untersucht, ob nach dem Eintritt belastender Ereignisse das Auftretensrisiko von Metastasen oder eines frühzeitigen Versterbens erhöht ist. Weiterhin soll geprüft werden, ob die ereignisbezogene Problembewältigung sowie die Präsenz sozialer Unterstützung die Konsequenzen von Ereignissen im Hinblick auf den Krankheitsverlauf modifizieren. Es wurden ca. 250 Frauen unmittelbar nach einer Brustkrebsoperation befragt und geplant ist eine weitere Befragung im Abstand von einem bzw. drei Jahren nach der Operation, parallel dazu werden medizinische Daten erfasst. Im Eingangsinterview werden die laufenden Belastungen und die Sozialdaten der Patientin erfragt, in den Folgeinterviews die seit dem vorangegangenen Gespräch aufgetretenen Ereignisse und die darauf bezogenen Kontextinformationen, die zu einer Veränderung des Belastungsniveaus führen können. Im Vergleich zu früheren Studien werden die Kontexte belastender Ereignisse detaillierter untersucht, es wird eine größere Stichprobe erfasst. Mit der Erfassung mehrerer Kriteriumsvariablen sowie der Beobachtung einer längeren postoperativen Periode sollen Inkonsistenzen bisher vorliegender Studien aufgelöst werden.

Förderung des Projektes durch die DFG, Deutsche Forschungsgemeinschaft

 

Bewegung und Entspannung bei Patientinnen mit Mammakarzinom               Antragsteller: Prof. Dr. med. Christoph Gutenbrunner, Prof. Dr. Dr. med. Mechthild Neises

Die Erkrankung an einem Mammakarzinom und die Therapiefolgen bedeuten eine erhebliche Belastung für die betroffenen Frauen, sowohl im körperlichen, als auch im psychischen und sozialen Bereich. Daher ist es heute unumstritten, dass für die betroffenen Frauen ein spezielles, psychosomatisch orientiertes rehabilitatives Interventionskonzept notwendig ist, das den Patientinnen langfristig eine hohe Lebensqualität ermöglicht und ihre körperlichen, psychischen und sozialen Probleme bestmöglich kompensiert bzw. zu kompensieren hilft.
Nach den Erfahrungen mit post-stationären und ambulanten Interventionen, reicht hierzu ein rein verbal orientiertes Gruppenangebot nicht aus, mit einem solchen Angebot wurden in den vergangenen 3 Jahren Erfahrungen gesammelt. Grund für die mangelnde Akzeptanz solcher Angebote könnte sein, sich auf der kommunikativen und reflektiven Ebene nicht fortlaufend mit dem Krankheitsbild beschäftigen zu müssen, dennoch bleibt patientenseitig ein starkes Rehabilitationsbedürfnis bestehen. Zur Lösung dieses Problems soll von Mammakarzinom betroffenen Frauen ein niederschwelliges, rehabilitativ orientiertes Angebot gemacht werden. Dieses Angebot besteht in wöchentlichen Bewegungstherapie-Gruppen. Neben dieser krankengymnastisch geleiteten Bewegungstherapie können den Patientinnen bedürfnisorientiert weitere Therapieangebote gemacht werden, sowohl im physikalisch-medizinischen, als auch im psychosomatischen Bereich. Das Innovative an diesem Projekt ist, dass bei niederschwelligem Initialangebot eine weitere Palette rehabilitativer Angebote zur Verfügung steht. Das Angebot Patientenzufriedenheit, Lebensqualität und Inanspruchnahmeverhalten nach einem Ersterhebungszeitraum von 6 Monaten wird evaluiert,, diese Projektphase wird von der Niedersächsischen Krebsgesellschaft mit 5000,-€ gefördert.

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