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Psychotherapie fachgebunden – Berlin

Psychische und psychosomatische Erkrankungen sind zu einem zentralen Problem des Gesundheitswesens geworden. Weltweit – so auch in Deutschland – ist eine starke Zunahme psychischer und psychosomatischer Erkrankungen zu verzeichnen. Psychische und psychosomatische Störungen sind in Deutschland mittlerweile die häufigste Ursache für Arbeitsunfähigkeit und für Frühberentungen.

In kaum einem anderen Fach spielt die Psychosomatik eine so große Rolle wie in der Frauenheilkunde. Frauen sind im Laufe ihres Lebens geschlechtsspezifischen Belastungen ausgesetzt. Lebensphasen wie Pubertät, Schwangerschaft, Wochenbett und Klimakterium stellen typische weibliche Lebensübergänge dar, die mit körperlichen, sozialen oder seelischen Belastungen verbunden sind und psychosomatische Störungen als Ausdruck von Konflikten oder Reaktion auf Stressbelastungen verursachen können. Psychosomatische Störungen in der Frauenheilkunde manifestieren sich an den weiblichen Geschlechtsorganen, psychische Störungen wie Depressionen (F 3), Angsterkrankungen und Anpassungsstörungen (F 4) aber auch Essstörungen (F 5) sind häufig Folge von Rollenkonflikten als Frau, Identitäts- oder Selbstwertkonflikten. Krebserkrankungen im Bereich der weiblichen Geschlechtsorgane bewirken bei den Frauen neben den allgemeinen Anpassungsvorgängen auch die Auseinandersetzung mit dem Verlust der eigenen Brust, der Gebärmutter etc., was mit Abschied vom Kinderwunsch oder der eigenen Weiblichkeit verbunden ist.

Eine fachspezifische Vermittlung psychosomatischen Wissens im Rahmen der Psychosomatischen Grundversorgung und der Zusatzweiterbildung Psychotherapie – fachgebunden ist essentiell, um den besonderen Anforderungen in diesem Fachgebiet gerecht zu werden.

Auf die Novellierung der Weiterbildungsordnung mit der Etablierung der Einführung des Zusatztitels Psychotherapie –fachgebunden hat die DGPFG mit der Bildung einer Arbeitsgruppe „Fachgebundene Psychotherapie“ reagiert, um zeitnah ein Curriculum zur Vermittlung der nach der neuen WBO geforderten Inhalte zur Zusatzweiterbildung Psychotherapie-fachgebunden im Fachgebiet Frauenheilkunde und Geburtshilfe zu erarbeiten. Inzwischen wurde das Weiterbildungsinstitut für Psychosomatische Frauenheilkunde gegründet. Gründungsmitglieder und weitere Dozenten sind FachärztInnen für Frauenheilkunde mit Psychotherapeutischer Weiterbildung oder FachärztInnen für Psychotherapeutische Medizin mit gynäkologischer Vorerfahrung und Spezialisierung. Ausbildungsschwerpunkt ist die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie. Sitz des Institutes ist Berlin wo auch die Anerkennung des Curriculums durch die Landesärztekammer Berlin erfolgt.

Kontakt

PD Dr. med. Martina Rauchfuß

Charité – Medizinische Klinik mit Schwerpunkt Psychosomatik
Luisenstraße 13a
10117 Berlin

E andreauhrberg@t-online.de
www.wipf-ev.de