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Wissenswerte über Gewalt und Trauma in der Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Live-Online Seminar der AG “Gewalt und Trauma” der DGPFG

5. Mai 2021, 17.00 Uhr – 19.30 Uhr

Jede dritte Frau in Deutschland erlebt mindestens einmal in ihrem Leben körperliche und/oder sexualisierte Gewalt – jede vierte in ihrer eigenen Partnerschaft. Während der Corona-Pandemie ist davon auszugehen, dass die Gewalt im häuslichen Umfeld weiter zunimmt. Die Wahrscheinlichkeit, in der Frauenheilkunde und Geburtshilfe gewaltbetroffenen Personen zu begegnen, ist hoch.
Die Folgen der Gewalt äußern sich u. a. als körperliche und psychische Beschwerden, als Komplikationen während der Schwangerschaft und um die Geburt herum oder als Beeinträchtigungen der Mutter-Kind-Bindung. Oft bleiben die tatsächlichen Ursachen der Probleme jedoch unerkannt, sodass dringend notwendige Interventionen nicht erfolgen, Beschwerden zu dauerhaften Gesundheitsschäden chronifizieren und es zu einer Weitergabe der traumatischen Beziehungsgestaltung in die nächste Generation kommt. Manche Ratsuchenden sind aktuell von Gewalt betroffen und benötigen Unterstützung, um sich und gegebenenfalls auch ihre Kinder der Bedrohung zu entziehen.
Viele Berufsgruppen sind involviert in dieses Thema. Frauenärzt*innen und Hebammen kommt  dabei eine Schlüsselfunktion zu: Sie sind für viele die erste Anlaufstelle und können einen niedrigschwelligen Zugang zu Gewaltschutz und frühen Interventionen ermöglichen.

Das Seminar möchte für die Problematik Gewalt und Trauma sensibilisieren und praktische Kernkompetenzen vermitteln, um Ratsuchende kompetent begleiten und passende Hilfsmöglichkeiten vermitteln zu können.

Neben den geplanten Vorträgen werden wir Zeit haben zur Diskussion und Austausch mit Ihnen. Nur in der interdisziplinären Vernetzung  und der offenen Kommunikation  werden wir helfen und unterstützen können.

Eine Anmeldung zum Seminar ist bis zum 30.4.2021 hier möglich.

Leider ist die Veranstaltung bereits ausgebucht. Sie können jedoch uns jedoch hier Ihre Kontaktdaten mitteilen und wir teilen Ihnen mit, wenn eine Wiederholung der Veranstaltung geplant ist.

Die Teilnahme ist kostenlos. Die Zahl der Teilnehmenden  ist begrenzt.

Sie erhalten Ihren Zugangslink einige  Tage vor der Veranstaltung zugesandt.

Referentinnen:

Dr. med. Melanie Büttner,
FÄ für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Trauma- und Sexualtherapeutin. München
Gewalt gegen Frauen und die gesundheitlichen Folgen.

Nicole Gehrmann,
FÄ für Gynäkologie und Geburtshilfe. Berlin
Sexueller Missbrauch aus kinder- und jugendgynäkologischer Sicht

Martina Kruse BA, MA,
Systemische Beraterin (SG), Traumafachberaterin (DeGPT), Familienhebamme. Köln
Geburtshilfliche Betreuung von Gewaltüberlebenden. Folgen und Handlungs­möglichkeiten

Dr.med.Claudia Schumann-Doermer,
FÄ für Gynäkologie und Geburtshilfe, Psycho­therapeutin. Northeim
Die Schlüsselrolle der gynäkologischen Praxis

Moderation:

Dr.med. Andrea Hocke,
FÄ für Gynäkologie und Geburtshilfe, Gynäkologische Psychosomatik, Zentrum für Geburtshilfe und Frauenheilkunde, Uniklinik Bonn

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