Veröffentlichungen der DGPFG

Jahresbände der DGPFG-Kongresse

      

Anregungen

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Literatur-Empfehlungen

Auf dieser Seite finden Sie Veröffentlichungen von DGPFG-Mitgliedern und Bücher, die für Psychosomatiker-Innen interessant sein könnten.

Eine sehr gute unabhängige Quelle für wissenschaftliche Literatur ist die "Arztbibliothek" der KBV und der BÄK.

www.arztbibliothek.de,   Informationsflyer zum download


 

Literaturempfehlungen 2016

Bücher 2015

Literaturbeiträge 2014

  • Rohde, Anke; Swientek, Christine
    "Neue gesetzliche Regelung - Vertrauliche Geburt statt anonymer Geburt und Babyklappe"
    DNP - Der Neurologe & Psychiater 2014; 15 (6)

  • Rohde, Anke; Klein, Angela; Swientek, Christine
    "Streng vertraulich - Wem hilft die Vertrauliche Geburt?"
    dx.doi.org/10.1055/s-0034-1376300

  • Schott, Sarah; Lermann, J; Rauchfuß, M; Ortmann, O; Ditz, S
    "Psychosomatische Grundversorgung“ in der Frauenheilkunde – Bewertung, Akzeptanz und Beurteilung von Assistenten für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in Deutschland
    DOI dx.doi.org/10.1055/s-0034-1368513  Geburtsh Frauenheilk 2014; 74:569–573 © Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York, ISSN 0016‑5751
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Bücher 2014

  • Elmar Brähler, Hans-Wolfgang Hoefert
    "Lexikon der Modernen Krankheiten"
    1. Auflage, Paperback, 165 mm x 240 mm, 526 Seiten, 21 S/W Abbildungen, 23 Tabellen, ISBN: 978-3-941468-89-4 2015

  • Heribert Kentenich, Elmar Brähler, Ingrid Kowalcek, Bernhard Strauß, Petra Thorn, Anna Julka Weblus, Tewes Wischmann, Yve Stöbel-Richter
    "Leitlinie psychosomatisch orientierte Diagnostik und Therapie bei Fertilitätsstörungen"
    204 Seiten • Broschur Preis Euro (D): 24,90 ISBN 978-3-8379-2311-7
    Buchreihe: Forschung Psychosozial
    Trotz des rasanten technischen Fortschritts in der Reproduktionsmedizin stellen Störungen der Fertilität von Frauen und Männern, die zu einer ungewollten Kinderlosigkeit führen, bis heute ein großes Problem dar. Um das seelische Leid der Betroffenen zu lindern, bedarf es spezifischer Kompetenzen und Interventionsstrategien. Daher werden im vorliegenden Buch evidenzbasierte Leitlinien zur psychosomatisch orientierten Diagnostik und Therapie bei Fertilitätsstörungen vorgelegt, die über die organmedizinischen Behandlungsmaßnahmen hinausgehen und von psychotherapeutischen und psychosomatischen wissenschaftlichen Fachgesellschaften zertifiziert wurden.

    Das medizinische Fachbuch vermittelt einen Überblick über Inhalte, Ziele und Effekte psychologischer Beratung und Therapie im Kontext reproduktionsmedizinischer Behandlungen. Im Vordergrund stehen dabei
    psychosoziale Aspekte der Entstehung und Verarbeitung von Fertilitätsstörungen. Diese aktualisierte Auflage liefert eine wertvolle Hilfestellung für die klinische Praxis von Reproduktionsmedizinern, Gynäkologen, Andrologen, Urologen, Fachärzten für Psychosomatische Medizin, Psychologischen Psychotherapeuten und psychosozialen Beratern.
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  • Rohde, Anke
    "Postnatale Depressionen und andere psychische Probleme"
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Bücher 2013

  • Vivian Weigert, Dr. med. Wolf Lütje
    Das große Mama-Handbuch
    Alles über Schwangerschaft, Geburt und die ersten 10 Monate mit Baby. Mit MamaPlus: Bonusmaterial auf www.mama-kind-buch.de
    Gebundenes Buch, Pappband, 432 Seiten, 20,5 x 23,8 cmMit zahlreichen Fotos und IllustrationenISBN: 978-3-466-34550-229,99 | 30,90 | 40,90* (* empf. VK-Preis) Verlag: Kösel

Bücher 2012

  • Wischmann, Tewes
    Einführung Reproduktionsmedizin
    Medizinische Grundlagen - Psychosomatik - Psychosoziale Aspekte
    PsychoMed compact, Ernst Reinhardt Verlag
    Das Buch gibt einen aktuellen, verständlichen Überblick über medizinische Grundlagen und Verfahren sowie rechtliche und ethische Aspekte. Vertieft werden psychosoziale Faktoren ungewollter Kinderlosigkeit und ihrer Behandlung sowie Psychosomatik von Fruchbarkeitsstörungen. Mit Marginalien, Glossar und zahlreichen Übungsfragen.
    Flyer zum Download

    Rezension "Einführung Reproduktionsmedizin" von PD Dr.Tewes Wischmann / Heidelberg / DGPFG-Mitglied

    Erstaunlich, wie Tewes Wischmann es schafft, in seinem neuen eher schmalen Buch so viele Aspekte der Kinderwunschbehandlung abzuhandeln. Das Buch wendet sich an einen breiten Kreis: an Studierende der Psychologie und Medizin ebenso wie an Ärzte/Ärztinnen und an Dozenten der Gynäkologie und Psychosomatik. Auch wenn für Frauenärzte/ärztinnen manches bekannt sein dürfte – der Überblick über die Haltung der Religionen zur Fortpflanzungsmedizin, die rechtlichen Bedingungen in Deutschland und europaweit mit der Folge des „reproduktiven Reisens“ und die Darstellung der Richt- und Leitlinien dürfte auch für Experten manches Neue enthalten.

    Ein Schwerpunkt des Autors ist die psychosoziale Beratung und das durch Forschung belegte Wissen dazu. Auch wenn inzwischen allgemein Übereinstimmung herrscht, dass Paare mit unerfülltem Kinderwunsch keine seelischen Besonderheiten aufweisen, ist für die Betroffenen belegt: „Zur Bewältigung der Lebenskrise der ungewollten Kinderlosigkeit sind psychosoziale Interventionen wie Beratung und Psychotherapie nachgewiesenermaßen förderlich“.

    Für den Ablauf einer solchen Paarberatung gibt es im Buch sehr detaillierte Vorschläge, bis hin zur Empfehlung, schon gleich zu Beginn der Kinderwunschbehandlung mit dem Paar einen „Plan B“ zu erarbeiten, falls der Wunsch nicht in Erfüllung gehen sollte. Eine Erhöhung der Schwangerschaftsrate durch eine entsprechende (begleitende)Beratung konnte allerdings bisher nicht nachgewiesen werden.
    Obwohl in Deutschland die psychosoziale Beratung laut allen Leitlinien zum Standard der Kinderwunschbehandlung gehört, sieht die Realität anders aus. So fordert der Autor zu Recht, sie müsse „tatsächlich praktisch umgesetzt werden“. Er geht allerdings nicht darauf ein, wie das finanziert werden soll – ein durchaus wichtiger Aspekt bei der derzeit miserablen Honorierung der Gesprächleistungen im kassenärztlichen Versorgungssystem, für den wir uns als DGPFG immer wieder einsetzen.

    Mein Fazit: Der Kauf lohnt sich nicht nur zur Einführung, sondern auch zur Aktualisierung des eigenen Wissens.

    Claudia Schumann
  • Weidner, Rauchfuß, Neises
    Leitfaden Psychosomatische Frauenheilkunde
    Deutscher Ärzte-Verlag 2012
    Eine ganzheitliche Sicht ist gerade in der modernen Frauenheilkunde Vorausetzung für die Betreuung von Ratsuchenden und Kranken - das gilt nicht nur für die Praxis, sondern auch für die Klinik. Der neue Leitfaden vereint Theorie und Praxis dazu, er bietet Orientierung bei konkreten Krankheitsbildern ebenso wie Aspekte der Organisation in Klinik und Praxis. Ein Nachschlagewerk, das zum Schmökern verleitet!
    Flyer zum Download
  • Giesemann, Katherina
    Hungern im Überfluss - Essstörungen in der ambulanten Psychotherapie
    Verlag Leben Lernen - Klett-Cotta
    mit dem Beitrag "Gynäkologische und sexualmedizinische Aspekte bei Essstörungen"von Gerhard Haselbacher


Bücher 2011

  • Freese, Göppert, Paul
    Frühe Hilfen und Kinderschutz in den Kommunen: Praxisgrundlagen
    Kommunal- und Schulverlag 2011
    Das Buch beinhaltet u. a. die Beschreibung des Viersener Modells durch Dr. Wolfgang Lütje.
  • Psychotherapie in Ostdeutschland – Geschichte und Geschichten (1945-1995)
    Unter diesem Titel ist kürzlich ein spannendes Buch erschienen, auf das uns Dr. Peter Franke, Ehrenpräsident der DGPFG, hingewiesen hat, da es auch Interessantes über die psychosomatische Gynäkologie enthält. Infoblatt zum Download



2010 Bücher

  • Friederike Siedentopf
    Psychoonkologische Betreuung in der Gynäkologie

    Frauenärztliches Taschenbuch als praktischer Wegweiser mit Kapiteln zu:
    - Spezielle Aspekte für die Beratung zu den einzelnen gynäkologischen Tumoren
    - psychische Auswirkungen von Krebserkrankungen
    - Überbringen schlechter Nachrichten
    - Angst/Depression
    - Fatigue-Syndrom
    - Begleitung in der Nachsorge
    - Weiterbildungsmöglichkeiten und Supervision für Gynäkologen

    Informationsflyer zum Download
    Erschienen beim De Gruyter-Verlag, Ansprechpartnerin Frau Dr. Bach

  • Familienmedizin in Deutschland 
    Notwendigkeit, Dilemma, Perspektiven. Für eine inhaltlich orientierte Gesundheitsreform 
    (mit einem Beitrag von Prof. Dr. Mechthild Neises)
    Jürgen Collatz (Hrsg.), Pabst Science Publishers, Lengerich 2010, 337 Seiten, 30 €


    Die Situation der Familien in Deutschland erscheint im internationalen Vergleich auffällig und verbesserungswürdig. Die Anforderungen an Mütter und Kinder führen immer häufiger zu Überlastungen und in Folgen zu gesundheitlichen Störungen und Fehlentwicklungen. Immer mehr Mütter und Kinder, insbesondere in Einelternfamilien, sind von Armut und Ausgrenzung betroffen. Neueste repräsentative empirische Ergebnisse weisen auf eine „neue Morbidität“ hin, bei der Erschöpfung, psychische Störungen und sich früh chronifizierende Erkrankungen dominieren. Diese Entwicklungen verlangen eine inhaltliche Neuorientierung der Gesundheitsversorgung von Müttern und Kindern, denn vielfach können diese gesundheitlichen Störungen nur im Rahmen der Familie wirksam behandelt werden. Diagnostik und Therapie müssen sich mehr auf die multifokalen Anforderungen der Familiengesundheit konzentrieren. In Deutschland sind familienmedizinische Angebote unterentwickelt und mangelhaft finanziert. Bisher werden familienmedizinische Angebote atomisiert in verschiedensten Fachbereichen vorgehalten, die zudem miteinander konkurrieren statt zu kooperieren. Erschöpfte Mütter und ihre Kinder benötigen zumeist aber multifokale, umfassende Hilfen (case management), die leicht erreichbar sein müssen. Mit präventiven und frühen rehabilitativen Maßnahmen sind besonders hohe und nachhaltige Effekte für Mütter, Kinder und Familien zu erzielen. Internationale Studien zeigen, dass eine familienmedizinisch orientierte Versorgung bedeutend effektiver und kostengünstiger wäre.

    In diesem Buch stellen führende Autoren verschiedenster Fachbereiche neue Ergebnisse ihrer Forschung vor, diskutieren die Notwendigkeit und das derzeitige Dilemma der Familienmedizin und entwickeln Perspektiven.

    Deutschland braucht eine inhaltlich-strukturell orientierte Gesundheitsreform, die eine generationenspezifische, koordinierte Gesundheitsversorgung mit regionalem Bezug als Zukunftskonzept wissenschaftlich evaluiert entwickelt. 


     

2010 Literaturbeiträge

  • Schuster, Dorothea:
    Psychosomatik der Verhütung,
    Vortrag auf der Tagung der DGGG 2010 in München (Text)

  • Schumann, Claudia:
    Aus der Praxis in die Forschung - Das Konzept der integrierten Psychosomatik scheint nicht mehr gefragt zu sein. Votum für einen intensiveren Verbund aus Praxis und Forschung
    In: DÄB 1-2010
    Beitrag zum Download

 




2009 Bücher

Rohde und Schaefer
Psychopharmakotherapie in Schwangerschaft und Stillzeit
ISBN 978 3 13 134333 8
Flyer 

 

 

 

 

 

 

Kirsten Wassermann und Anke Rohde
Pränataldiagnostik
und psychosoziale Beratung: Aus der Praxis für die Praxis
ISBN 978-3-7945-2613-0
Flyer

 

 

 

 

 

 

 

  • Die Leitlinie "Chronischer Unterbauchschmerz der Frau" ist Anfang Mai 2009 als Buch erschienen. Die interdisziplinär erstellte S2-Leitlinie zum chronischen Unterbauchschmerz der Frau entstand unter Mitarbeit der DGGG (Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe), der DGSS (Deutsche Gesellschaft zum Studium des Schmerzes), der DGU (Deutsche Gesellschaft für Urologie) sowie der AG II (Arbeitsgemeinschaft für Infektiologie und Immunologie der DGGG) und der AGE (Arbeitsgemeinschaft für Gynäkologische Endoskopie e. V. der DGGG). Der Verlag S. Kramarz gewährt einen Preisnachlass von 20 Prozent für DGPFG-Mitglieder.

                      

  • Buchbesprechung: Edgar Heim (2009) Die Welt der Psychotherapie. Stuttgart: Klett-Cotta. Gebunden, 252 S., € 24.90 (D)

    Bei der Lektüre dieses Buches wird rasch klar, welcher Geist es beseelt: es ist ein in mehrfacher Hinsicht durchgetragener Weitblick. Er dominiert die Wahl der Perspektive ebenso wie die Umsicht in der Behandlung der Details. Dies war für mich das eigentlich Faszinierende an dem Buch – gibt es doch ausreichend Darstellungen der Psychotherapie in ihrer Geschichte und Methodenvielfalt.
    In kulturhistorischen Reflexionen eingebettet beschreibt Heim die Bedeutung der frühen und wechselhaften Entwicklung der Psychotherapie von Messmer und der Hypnose, was in dieser Ausführlichkeit selten zu lesen ist. Spannend, wie daraus erste Strukturen der Psychotherapie entstanden sind, die fortan von Freud und der Psychoanalyse lange dominiert wurden.
    Heim ist wachsam in der Entwicklung der Psychotherapie, sieht ihre Vernetzung mit den Anfängen der Psychotherapie und der Pädagogik, der politischen Entwicklung und der Rezeption durch die Medizin, wo die Psychotherapie lange Zeit maßgeblich beheimatet war. In klaren Worten bringt der Autor den erschütternden und verlustreichen Einschnitt des zweiten Weltkriegs. Aber auch den Aufbruch danach im Westen und die Anfänge im kommunistischen Osten, weist auf Lücken in der Geschichtsarbeit besonders in diesen Ländern hin.
    Dann kommt eine andere Perspektive zum Tragen. Er verläßt die enge geschichtliche Abfolge und richtet den Fokus auf die Herausbildung von Schulen, die sich in der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg zu Hauptströmungen der Psychotherapie ausbildeten. Damit versucht der Autor einer Diskontinuität in der Entwicklung der Psychotherapie gerecht zu werden, die der eindimensionalen Entwicklung zugunsten der Vielfalt eine historische Absage erteilte.
    Um das Bild noch plastischer zu machen wechselt der Autor noch einmal die Perspektive hinüber zum Anwender und reflektiert die Akzeptanz der Psychotherapie. Mit der geübten geisteskritischen Fähigkeit des Ordinarius gibt Heim Diskurse aus den psychotherapeutischen Schulen wieder und stellt damit das intellektuelle Feuer der Schulen in den Mittelpunkt seiner Darstellungen. Die Kohut-Kernberg-Debatte, den Einfluß von entwicklungspsychologischen Grundlagenforschungen in der Psychotherapie, die drohende Spaltungsbewegung in der Verhaltenstherapie, die Wiederentdeckung der Hypnotherapie, die Krise der humanistischen Psychologie, die Großgruppenbewegung usw. geben ein bewegtes Bild des Gärungsprozesses der sich verbreitenden Disziplin, das sich wie ein Reaktorgeschehen ausnimmt, das bis heute nicht abgeschlossen ist.
    Im dritten Teil seines Buches wird die Aktualität auf die Zukunft hin beleuchtet, die der Autor in der empirischen Forschung gelegen sieht. Er faßt kritisch die bestehende praxisrelevante Forschung über Methodik und den Stellenwert der Person des/der TherapeutIn zusammen, reflektiert den technischen und theoretischen Eklektizismus und die Bedeutung der Psychopharmakologie für die Psychotherapie. Abschließend wagt er einen Ausblick, in dem auch bedrohliche Einflüsse auf die Qualität und Vielfalt der Psychotherapie nicht ausgeblendet werden. Ein ausführliches Registerwerk erlaubt einen zielgerichteten Zugang zu spezifischen Fragen der Psychotherapie, ihrer Geschichte, Dynamik und Zukunft.
    Es ist ein Buch, das durchwegs auf Überblick setzt, vereinzelt jedoch überraschend konkret wird, wie z.B. im Kapitel über Neurowissenschaften, und so immer wieder Anklänge an ein Lehrbuch hat.
    Dieses Buch ist für mich ein Meisterwerk, was Auswahl des Inhalts, Sorgfalt in der Durchführung, Durchdachtheit in der Anlage, Reflexion der Entwicklungen, Erfahrenheit im Metier, Ausgewogenheit im Blick auf die Vergangenheit und Zukunft, in die Kulturen und die geographische Streuung anlangt. Es wird der Unterschied deutlich, ob es ein Geschichtsexperte ist, der ein Buch zum Fach schreibt, oder ein historisch denkender Mensch, der selbst in dem Metier gelehrt und gearbeitet hat. Erschütternd war für mich die Krise der Psychotherapie vor dem 2. Weltkrieg nachzulesen, und die schwierige Rolle, die C.G. Jung damals einnahm bzw. innehatte. Die Entwicklung der Schulen und Richtungen, bis hin zur Forschung und ihrer kritischen Würdigung – alles liest sich sehr spannend und ist profund durchgehalten, mit eigenen Stellungnahmen und Überlegungen zur Diskussion anleitend. Neben seiner eigenen Auslandserfahrung und Lehrtätigkeit an der Univ. Bern kam dem Autor die 10jährige Präsidentschaft der International Federation of Psychotherapy (IFP) spürbar zugute.
    Das Buch ist für mich mehr als eine Geschichte – es lehrt, wie Psychotherapie sich im historischen, kulturellen, politischen, organisatorischen, forschungsmäßigen und praktischen Kontext als Kulturphänomen entwickeln konnte. Es lehrt, wie Menschen denken und wie sie sich selber sehen, über sich denken, mit sich umgehen, in unterschiedlichen politischen und gesellschaftlichen Kontexten. – Heim hat den Weg der Psychotherapie nach-gedacht.
    PD Dr.med.Dr.phil. A. Längle, Wien

                  

  • D. Kleiber, S. Grüsser, N. Knoll und E. Brähler 
    Tabuzonen der Frauen- und Männergesundheit: Psychosoziale Perspektiven.

 

 

 

 

 

 

 

  • Ressourcenorientierte Psychoonkologie: Psyche und Körper ermutigen 
    M. Isermann und C. Diegelmann Flyer

     

2009 Literaturbeiträge

  • Sydow K v (im Druck). Sexuelle Störungen bei älteren Menschen. CIP-Medien – Psychotherapie (Themenheft „Psychotherapie im Alter“
  • Beutel, M. E., Glaesmer, H., Decker, O., Fischbeck, S. und Brähler, E. (2009) Life satisfaction, distress, and resiliency across the life span of women. Menopause, 16, 1132-1138
  • Weidner, K., Richter, J., Bittner, A., Winter, U. M., Stöbel-Richter, Y. und Brähler, E. (2009) Frauenspezifische Beschwerden in der deutschen Allgemeinbevölkerung: Eine repräsentative Studie. Psychotherapie Psychosomatik Medizinische Psychologie, 59, 345-353 
  • Stöbel-Richter, Y., Goldschmidt, S., Brähler, E., Weidner, K. und Beutel, M. E. (2009) Egg donation, surrogate mothering, and cloning: attitudes of men and women in Germany based on a representative survey. Fertility and Sterility, 92, 124-130 

 

                 

 

2008 Bücher

Dieses Buch gibt den nationalen und internationalen Stand des Wissens über Beratung und Therapie bei ungewollter Kinderlosigkeit wieder. Es kann damit zur Orientierung für Berater oder Therapeut dienen. In 18 Kapiteln wird ein breites Spektrum von Themen vorgestellt. Es reicht von den Ursachen der Unfruchtbarkeit, über die Möglichkeiten, Risiken und Gefahren der  Reproduktionsmedizin, über die sexual- und paartherapeutische Arbeit bis hin zur Adoption und Gametenspende.

vollständige Rezension

Bestellschein

            

            

Wollmann-Wohlleben V, Nagel-Brotzler A, Siedentopf F, Kentenich H (Hrsg.) (2008) Psychosomatisches Kompendium der Frauenheilkunde und Geburtshilfe. Hans Marseille.

                 

 

                        

                 

"Beunruhigende Befunde in der Schwangerschaft

Der neu erschienene Ratgeber zur Pränataldiagnostik, den Roswitha Schwab und Ulrike Walburg vorgelegt haben, ist aus ihrer Praxis in der Beratungsstelle in München entstanden.

 

 

 

 

 

                  

                       


Frauen - Körper - Gesundheit - Leben
von Dr. med. Barbara Ehret und Dr. med. Mirjam Ropke-Bunczak

Ein kritischer Leitfaden durch den Dschungel der Frauenheilkunde:
Ein spannendes Buch mit vielen Facetten, geschrieben von zwei erfahrenen Gynäkologinnen für Frauen, die eine evidenzbasierte und dennoch allgemeinverständliche Information zu allen wichtigen gynäkologischen Themen suchen. Die beiden Autorinnen zeigen die verschlungenen Pfade auf, die zur „informierten Entscheidung“ führen und ermutigen die Frauen sich selbst ein Urteil zu bilden über ihren Gesundheitszustand und die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten. Auch strittige Themen wie das Brustkrebsscreening, Hormonbehandlungen, und die HPV-Impfung werden diskutiert, Selbstzahler-leistungen und überflüssige Operationen kritisch hinterfragt. Die Autorinnen legen in allen Kapiteln besonderes Gewicht auf das komplizierte Zusammenspiel von Körper, Psyche und Sexualität  und führen Schritt für Schritt  zu einem besseren Verständnis von weiblicher Gesundheit und Krankheit. Entstanden ist so ein fast 400-seitiges Standardwerk mit zahlreichen Patientinnenbeispielen und Tipps, das bestimmt auch für so manche Ärztin und ihre Praxismitarbeiterinnen interessant ist.

Barbara Ehret, langjährige Chefärztin der gynäkologischen Abteilung in den Kliniken am Burggraben in Bad Salzuflen, ist Mitbegründerin des Arbeitskreises Frauen-gesundheit in Medizin, Psychotherapie und Gesellschaft (AKF). Als Geschäftsführerin des Internationalen Zentrums für Frauengesundheit (IZFG) erhielt sie die Auszeichnung „mutige Löwin“ vom deutschen Ärztinnenbund für ihre Aktivitäten gegen überflüssige Operationen.

Mirjam Roepke-Buncsak berät nach ihrer Ausbildung zur Ärztin für Gynäkologie und Naturheilverfahren neben ihrer Praxistätigkeit Patientinnen im Frauengesundheits-zentrum Frankfurt am Main.

Das große Brigitte-Buch der Frauenheilkunde
384 Seiten, € 21,95 [D] / € 25,70 [A] / sFr 43,90
Mit zahlreichen Illustrationen und Fotos
Brigitte Buch, Diana Verlag, ISBN 978-3-453-28513-2

          

Emotionelle Erste Hilfe von Thomas Harms
Seit über 15 Jahren arbeitet der Körperpsychotherapeut Thomas Harms mit Eltern und ihren untröstlich weinenden Säuglingen. In seinem Buch schreibt der Autor über neue Wege der Bindungsförderung und Eltern-Baby-Therapie in Theorie und Praxis. Häufig berichten junge Eltern, dass sie sich im alltäglichen Zusammensein mit ihren Babys und Kleinkindern verunsichert und überfordert fühlen. Statt Nähe und Verbundenheit zu genießen, geraten sie schon in der ersten Zeit nach der Geburt in einen belastenden Kreislauf aus Angst, Körperverspannung und zunehmender Entfremdung zum Kind. Werden diese ersten Beziehungsstörungen nicht frühzeitig behoben, haben sie für die emotionale Entwicklung und das Wohlergehen des Neugeborenen tief greifende Konsequenzen. Mit dem Modell der Emotionellen Ersten Hilfe (EEH) hat der Psychologe und Körperpsychotherapeut Thomas Harms in den vergangenen 15 Jahren ein einfaches Modell entworfen, um diese ersten Krisen und Hindernisse im Aufbau einer sicheren und tragfähigen Beziehung zwischen Eltern und Kindern zu überwinden. In diesem Buch beschreibt der Autor erstmals diesen neuen Weg der Bindungsförderung und Eltern-Baby-Therapie in umfassender Weise.
260 Seiten, broschiert, illustriert, ISBN 978-3-934391-40-6,15,80 Euro

             

2008 Literaturbeiträge

  • Beutel ME, Stöbel-Richter Y, Brähler E (2008). Sexual desire and
    sexual activity of men and women across their lifespans: results from a
    representative German community survey. 
    BJU Int, 101(1), 76-82.
  • Beutel ME, Stöbel-Richter Y, Daig I, Brähler E (2008). Sexuelles
    Verlangen und sexuelle Aktivität von Männern und Frauen über die
    Lebensspanne Ergebnisse einer repräsentativen deutschen Bevölkerungsumfrage. J Reproduktionsmed Endokrinol, 5(4), 203-211.
  • Borkenhagen A, Klapp BE, Brähler E, Schoeneich F (2008). Differences
    in the psychic representation of the body in bulimic and anorexic patients:
    A study with the body grid. 
    J Constr Psychol, 21(1), 60-81.
  • Borkenhagen A, Brähler E (2008). Die nackte Scham - theoretische und
    empirische Aspekte des aktuellen Trends zur weiblichen Teil- bzw.
    Vollintimrasur. Psychosozial, 112, 7-11.
  • Borkenhagen A (2008). Designervagina - Enhancement des weiblichen
    Lustempfindens mittels kosmetischer Chirurgie. Zur sozialen Konstruktion
    weiblicher kosmetischer Genitalchirurgie. Psychosozial, 112, 23-29.
  • Borkenhagen A, Dorn A, Kentenich H (2008). Kosmetische
    Genitalkorrekturen. Frauenarzt, 49(10), 2-5.
  • Borkenhagen A, Brähler E (Hrsg.) (2008). Intimmodifikationen
    (Psychosozial 112). Gießen: Psychosozial-Verlag.
  • Fliegel S, Sydow K v (Hrsg.) (2008). Psychotherapie im Dialog (PiD). Heft 9(1) zum Thema Alter.
  • Kraus U, Stöbel-Richter Y (2008). Kinderwunsch und Erwerbstätigkeit -
    Interaktion zweier Lebensbereiche im Rahmen des generativen Verhaltens.
    Psychother Psych Med, 58(7), 271-279.
  • Pook, M., Tuschen-Caffier, B. und Brähler, E. (2008) Evaluation and comparison of different versions of the Body Shape Questionnaire. Psychiatry Research, 158, 67-73
  • Stöbel-Richter Y, Goldschmidt S, Borkenhagen A, Kraus U, Weidner K
    (2008). Entwicklungen in der Reproduktionsmedizin - mit welchen Konsequenzen müssen wir uns auseinandersetzen?
    Zeitschrift für Familienforschung, 20(1), 34-61.
  • Stöbel-Richter Y (2008). Kinderwunsch und Elternschaft im Wandel.
    Gynäkologische Endokrinologie (Suppl 1), 6 (Suppl1), 46-49.
  • Stöbel-Richter Y, Weidner K, Förster P, Brähler E, Berth H (2008).
    Familiengründung in Deutschland. Wie geplant sind Kinderwunsch,
    Schwangerschaft und Kinderlosigkeit? Gynäkologische Endokrinologie, 6(3), 177-184.
  • Stöbel-Richter Y, Brähler E (2008). Kinderwunschaspekte und
    Familiengründung in einem entscheidungstheoretischen Handlungsmodell. In: Diekmann
    A, Eichner K, Schmidt P, Voss T, Rational Choice: Theoretische Analysen
    und empirische Resultate. Festschrift für Karl-Dieter Opp zum 70.
    Geburtstag. (S. 171-92), Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.
  • Stöbel-Richter Y, Kraus U, Berth H (2008). Transition to Parenthood
    in the Life course. In: Quinn JK, Zambini IG, Family Relations: 21st Century
    Issues and Challenges. 
    (S. 1-20), Hauppage NY: Nova Science Publishers
    Inc. 
  • Stöbel-Richter Y: Habilitationsschrift zum Thema: "Fertilität und
    Partnerschaft-Familienbildungsprozesse im Lebensverlauf. Ergebnisse der
    Sächsischen Längsschnittstudie (SLS) zu Partnerschaft, Familiengründung,
    Elternschaft sowie zur Bewertung familienpolitischer Aspekte". 
  • Sydow K v (2008). Bindungstheorie und systemische Therapie. Familiendynamik, 33(3), 260-273.
  • Sydow K v (2008). Sexuelle Probleme und Störungen im höheren Alter. Psychotherapie im Dialog (PiD), 9(1), 53-57.
  • Sydow K v (2008). Sexualität und Älterwerden. In: R.-B. Schmidt & U. Sielert, Handbuch Sexualpädagogik und sexuelle Bildung (S. 415-426). Weinheim & München: Juventa.

  • Sydow K v, Beher S, Retzlaff R, Schweitzer J (2008). Wie wirksam ist Systemische Psychotherapie/Familientherapie? Forum Psychotherapeutische Praxis, 8(1), 20-27.

                     

2007 Bücher

Untersuchungen zur Früherkennung für Schwangere - Nutzen und Risiken
Das von der Stiftung Warentest herausgegebene Buch ist für alle mit dem Thema Schwangerschaft befassten Menschen interessant. Maria Beckermann (Gynäkologin, Köln, Mitglied im AKF und der DGPFG) ist an der Entstehung dieses Buches als Fachgutachterin beteiligt. Alle Untersuchungen, die nach den Mutterschaftsrichtlinien durchgeführt werden, sowie viele sog. IGeL (Individuelle Gesundheitsleistungen) werden auf ihre Evidenz-Basis abgeklopft. Das Buch ist sehr anspruchsvoll; es ist zwar an Schwangere addressiert, eignet sich aber genauso gut für ExpertInnen. 

           

Gynäkologische Psychosomatik und Gynäkopsychiatrie - Das Lehrbuch
von Anke Rohde und Almut Dorn
Psychosomatische Symptome und Reaktionen spielen im gynäkologischen Alltag eine große Rolle, rufen aber nach wie vor Unsicherheit bei Behandlern hervor. In dem neu vorliegenden Lehrbuch ist es den Autorinnen gelungen, sowohl psychosomatische und psychiatrische Aspekte in die gynäkologischen Praxis als auch gynäkologische Aspekte in die psychotherapeutische und psychiatrische Praxis zu integrieren. Somit erhalten Frauenärzte fundierte und praktisch relevante Basisinformationen zum diagnostischen und therapeutischen Vorgehen bei psychisch kranken Frauen und psychosomatischen Störungsbildern. Es werden konkrete Hinweise zu Gesprächstechniken gegeben und es erfolgt eine umfangreiche Darstellung der gynäkologisch – psychosomatischen Problembereiche wie z. B. onkologische Erkrankungen, Unterbauchschmerz, Sexualität, Schwangerschaft, Sterilität und Perimenopause.
Schattauer, Stuttgart, New York, 2007-11-20 ISBN 978-3-7945-2460-0

                

Gynäkologische Psychosomatik und Gynäkopsychiatrie - Das Lehrbuch
von Anke Rohde und Almut Dorn
Psychosomatische Symptome und Reaktionen spielen im gynäkologischen Alltag eine große Rolle, rufen aber nach wie vor Unsicherheit bei Behandlern hervor. In dem neu vorliegenden Lehrbuch ist es den Autorinnen gelungen, sowohl psychosomatische und psychiatrische Aspekte in die gynäkologischen Praxis als auch gynäkologische Aspekte in die psychotherapeutische und psychiatrische Praxis zu integrieren. Somit erhalten Frauenärzte fundierte und praktisch relevante Basisinformationen zum diagnostischen und therapeutischen Vorgehen bei psychisch kranken Frauen und psychosomatischen Störungs-
bildern. Es werden konkrete Hinweise zu Gesprächstechniken gegeben und es erfolgt eine umfangreiche Darstellung der gynäkologisch – psychosomatischen Problembereiche wie z. B. onkologische Erkrankungen, Unterbauchschmerz, Sexualität, Schwangerschaft, Sterilität und Perimenopause.Psychotherapeutisch und psychiatrisch Tätige erhalten wertvolle Basisinformationen aus der Frauenheilkunde. Wichtige medizinische, ethische und juristische Themen einschließlich einer wertvollen alphabetisch geordneten Übersicht psychiatrischer Leitsymptome werden in 25 Buchkapiteln übersichtlich dargestellt und mit über 80 Fallbeispielen praktisch verdeutlicht. Dieses Buch ist jeder Frauenärztin/jedem Frauenarzt und jeder/jedem psychotherapeutisch/psychiatrisch tätigen Kollegin/en als Nachschlagewerk zu empfehlen.Schattauer, Stuttgart, New York, 2007-11-20 ISBN 978-3-7945-2460-0

PD Dr. med. habil. Kerstin Weidner

                

Die Wirksamkeit der Systemischen Therapie/Familientherapie
von K. von Sydow, S. Beher, R. Retzlaff und J. Schweitzer gibt einen kurzen Überblick über die theoretischen Grundlagen und die Praxis der Systemischen Therapie/Paar- und Familientherapie und stellt anschließend differenziert den aktuellen Stand der systemischen/familien-therapeutischen Psychotherapieforschung dar. Insbesondere werden die derzeit vorliegenden kontrollierten randomisierten Outcome-Studien sowie Studien zum Psychotherapieprozess referiert. Darüber hinaus wird auch auf die Versorgungs-relevanz dieses Ansatzes eingegangen. Es wird deutlich, dass die Wirksamkeit von Systemischer Therapie/Familientherapie für eine Reihe von psychischen und somatischen Störungen sowohl im Kindes- und Jugendalter als auch bei Erwachsenen gut belegt ist. Aufgezeigt werden zudem die besonderen Vorteile des systemischen/familientherapeutischen Ansatzes, nämlich die meist geringeren »Drop-out«-Raten, die hohe »Kundenzufriedenheit« der Patienten und Angehörigen mit der Therapie sowie die günstige Kosten-Nutzen-Relation. Der Band liefert damit einen aktuellen und umfassenden Überblick zur systemischen/familientherapeutischen Psychotherapie-
forschung.  Hogrefe, 2007, 182 S., 26,95 Euro, ISBN: 978-3-8017-2037-7

PD Dr. Kirsten von Sydow

       

Einheitslust und Einheitsfrust
Hg.: Hendrik Berth / Peter FörsterE. Brähler / Yve Stöbel-Richter
Das Buch, dass empirisch auf einer sächsischen Längschnittstudie fusst, beschäftigt sich hauptsächlich mit der Ostjugend in Leipzig und Chemnitz. Psychosozial Verlag, ISBN 978-3-89806-589-4

          

Psychosoziale Beratung im Kontext von Pränataldiagnostik
Hg.: A. Rohde / C. Woopen
"Man denkt, dass die Untersuchung Routine ist, aber auf einmal bleibt die Welt stehen"
Evaluation der Modellprojekte in Bonn, Düsseldorf und Essen
Deutscher Ärzte-Verlag, ISBN 978-3-7691-1242-9

          

Frau Professor Christine Swientek, wahrscheinlich „die“ Expertin bezüglich anonymer Geburt und Babyklappe, hat eine aktuelle Bestandsaufnahme zum Thema vorgelegt. Das Buch ausgesetzt – verklappt – anonymisiert: Deutschlands neue Findelkinder ist eine hervorragende Bestandsaufnahme zu diesem Thema, mit einem Rückblick auf die nunmehr 7jährige Geschichte seit Etablierung der ersten Babyklappe in Deutschland. Darüber hinaus sind juristische, politische sowie wissenschaftliche Aspekte und - soweit zugänglich – Zahlen und Erfahrungen aus der aktuellen Praxis anonymer Geburten und Babyklappen umfassend dargestellt. Dieses Buch ist in jeder Hinsicht lesenswert – egal, ob man sich über die Folgen solcher Maßnahmen Gedanken macht, die Neueinrichtung einer Babyklappe in Erwägung zieht oder Argumente für die Diskussion sammeln möchte. Vergnüglich – trotz der ernsten Thematik – wird das Buch immer dann, wenn aus dem Text die Frau Swientek eigene Fähigkeit zur subtilen Ironie durchscheint.

Anke Rohde, Bonn, Juni 2007

         

2007 Literaturbeiträge

  • Borkenhagen, A., Brähler, E. und Kentenich, H. (2007) Attitudes of German infertile couples towards multiple births and elective embryo transfer. Human Reproduction, 22, 2883-2887
  • Borkenhagen, A., Brähler, E., Wisch, S., Stöbel-Richter, Y., Strauß, B. und Kentenich, H. (2007) Attitudes of German infertile towards preimplantation genetic diagnosis for different uses: a comparisen to international studies. Human Reproduction, 22, 2051-2057
  • Borkenhagen, A., Röhricht, F., Preiß, S., Schneider, W. und Brähler, E. (2007) Changes in Body Image and Health-Related Quality of Life Following Breast Reduction Surgery in German Macromastia Patients: A New Tool for Measuring Body Image Changes. Annals of Plastic Surgery, 58, 364-370
  • Schweitzer-Rothers J, Beher S, Sydow K v & Retzlaff R (2007). Systemische Therapie/Familientherapie. Psychotherapeutenjournal, 6(1), 4-15.
  • Sydow K v (2007). Das Image von Psychologen, Psychotherapeuten und Psychiatern in der Öffentlichkeit: Ein systematischer Forschungsüberblick. Psychotherapeut, 52(5), 322-333.
  • Sydow, K v (2007). Verführen statt einklagen: Schließen sich Liebe und (guter) Sex auf lange Sicht aus? Ist die Lustlosigkeit in Dauerbeziehungen eine Folge von politisch korrektem Sex? (Doppelrezension Ulrich Clement (2007) "Guter Sex trotz Liebe“ und zu Esther Perel (2006) „Die Rückkehr der Erotik in die Liebe“). Psychologie Heute, 7, 74-75.
  • Sydow K v, Beher S, Retzlaff R & Schweitzer-Rothers J (2007). Systemische Therapie bei Störungen des Erwachsenenalters: Eine Meta-Inhaltsanalyse von 28 randomisierten Primärstudien. Psychotherapeut, 52(3), 187-211.
  • Sydow K v (2007). Systemische Psychotherapie (mit Familien, Paaren und Einzelnen). In C. Reimer, J. Eckert, M. Hautzinger & E. Wilke (Hrsg.), Psychotherapie: Ein Lehrbuch für Ärzte und Psychologen (S. 289-315) (3. vollst. neu bearb. Aufl.). Heidelberg: Springer.
  • Sydow K v (2007). Sexuality in pregnancy and the postpartum period. In A. Reece  & J. Hobbins (Eds.), Clinical Obstetrics: The Fetus & Mother (3rd Ed.; pp. 1016-1021). Oxford / UK : Blackwell.

                        

2006 Bücher

Kopfgeburten, Vorstellungen von Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett  
Hg.: Klaus Vetter / Claus Buddeberg 
Welche Vorstellungen von Schwangerschaft, Geburt und der Zeit danach haben angehende oder tatsächliche Mütter und Väter? Das ist wissenschaftlich noch wenig erforscht. Der vorliegende Band beruht auf einem Symposium, in dem es darum ging, Fragen dazu aus interdisziplinärer Perspektive anzugehen. Die Bandbreite der Beiträge reicht von ethnologischen, publizistischen, biographischen, psychosozialen, psychosomatischen, geburtshilflichen, familienpsychologischen bis zu feministischen Ansätzen. An jedes Kapitel schließt sich eine Dokumentation der Diskussion an, die zwischen den Beteiligten mit ihren jeweils recht unterschiedlichen Perspektiven geführt wurde. Und sie fanden angesichts der gemeinsam interessierenden Fragen tatsächlich eine gemeinsame Sprache.
Mit Beiträgen von: Katinka Ackermann, Annette Bopp, Claus Buddeberg, Barbara Buddeberg-Fischer, Joachim W. Dudenhausen, Ulla Ellerstorfer, Anne Kiefer, Andrea Koch, Babett Ramsauer, Andrea Stiefel, Eva Schneider, Georg Schneider, Klaus Vetter 
© akademos Wissenschaftsverlag GmbH; Broschüre, 2 Abb., 130 Seiten;
ISBN: 3-934410-85-5 ; Preis: 12 Euro; Online bestellen unter: akademos-verlag

                                      

Die Sozial- und Gesundheitswissenschaftlerin Annelie Keil, die den Festvortrag hielt auf der letzten DGPFG-Tagung in Köln 2006, unternimmt  in ihrem neuen Buch Dem Leben begegnen – vom biologischen  ‚Überraschungsei’ zur eigenen Biografie den Versuch, die Entstehung  und Entwicklung des menschlichen Lebens als einen biologischen,  geistigen und zugleich biografischen Gestaltungsprozess ver-ständlich  zu machen. Sie trägt Bausteine zusammen, auf denen die eigene  Biografie ruht und verbindet ihre Analyse mit einer Ermutigung zu  einem Leben in eigener Regie. Damit lädt sie den Leser ein, dem  biografischen Geheimnis des eigenen Lebens auf die Spur zu kommen,  sich mitten im Alltagsgeschäft des Lebens auch den existentiellen  Fragen zu stellen. Ihr Buch ist ein Plädoyer für die Liebe zum Leben,  seine geistige und spirituelle Kraft und das Prinzip Hoffnung, das in  jedem Menschen steckt.
Prof. Dr. Annelie Keil; 224 Seiten; 19,95 Euro; ISBN-10 3-7205-2851-0; ISBN-13; 978-3-7205-2851-1; Ariston im Heinrich Hugendubel Verlag; 2006

            

2006 Literaturbeiträge

  • Schumann C (2006). Bedarf vorhanden, Kompetenz erworben - Honorierung verweigert?. Frauenarzt, 11(47).

    Bedarf vorhanden, Kompetenz erworben - Honorierung verweigert?
    Unter dieser Überschrift wird im FRAUENARZT Nr.11 (47/2006) ein Thema abgehandelt, das psychosomatisch tätige FrauenärztInnen längst + leidvoll kennen: Die zunehmend schlechte Honorierung der sprechenden Medizin.Der Artikel aus der Feder von DGPFG-Vorstandsmitglied Dr.Claudia Schumann hat zum Ziel, Öffentlichkeit für das Anliegen der DGPFG zu gewinnen, dass die Rahmenbedingungen der Psychosomatik/ Psychotherapie in der frauenärztlichen Praxis sich dringend bessern müssen, wenn eine ganzheitliche Betreuung und Behandlung von Frauen gewährleistet werden soll.Sinnvolle Lektüre für alle, die sich (politisch) dafür einsetzen wollen, dass die Psychsomatik in der Praxis der Frauenheilkunde ihren Platz behält! 
  • Sydow K v (2006). Sexualität in der Schwangerschaft und nach der Entbindung. Sexuologie, 13(2-4), 148-153.
  • Sydow K v (2006). Gruppensupervision in der Aus- und Fortbildung von Familientherapeuten. Gruppenpsychotherapie & Gruppendynamik, 42, 53-74.
  • Sydow K v, Beher S, Schweitzer-Rothers J & Retzlaff R (2006). Systemische Familientherapie bei Störungen des Kindes- und Jugendalters: Eine Meta-Inhaltsanalyse von 47 randomisierten Primärstudien. Psychotherapeut, 51(2), 107-143.
  • Sydow K v (2006). Pregnancy, childbirth and the postpartum period. In I. Goldstein, C.M.  Meston, S. R. Davis & A. M. Traish (Eds.), Women’s sexual function and dysfunction: Study, diagnosis and treatment (pp. 282-289). London / UK & New York: Taylor & Francis. [ISBN: 1-84214-263-1]

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