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Herzlich Willkommen

Die „Deutsche Gesellschaft für psychosomatische Frauenheilkunde und Geburtshilfe“ (DGPFG) hat das Ziel,
die Bedeutung der Psychosomatik in Versorgung, Forschung und Lehre zu stärken.
Wir laden Sie herzlich ein, sich gemeinsam mit uns ein Bild der gynäkologischen Psychosomatik zu machen.
  

Aktuelles

FINE (Frauenpsychosomatik im Netzwerk)
Nächstes Treffen am 14.09.16 um 18:00 Uhr im Abaton Kino in Hamburg
Preview des Filmes „24 Wochen“ mit anschließender Podiumsdiskussion
Flyer zum Download


Artikel des Monats August – vorgestellt von Prof. Dr. med. Matthias David

K.C. Schliep et al. Sexual and physical abuse and gynecologic disorders. Hum. Reprod. (2016) 31 (8): 1904-1912 

Sexueller und körperlicher Missbrauch können möglicherweise neuroendokrine Prozesse beeinflussen, was eventuell zu einem höheren Risiko für Endometriose oder andere nichtentzündliche gynäkologische Erkrankungen führt. Bisher haben allerdings nur wenige Studien eine Missbrauchsanamnese vor der Diagnose durch eine Operation erfasst. Das Autorenteam ging also der Frage nach, ob sexueller und/oder körperlicher Missbrauch mit einer erhöhten Rate von Endometriosediagosen oder anderer gynäkologischer Störungen bei prämenopausalen Frauen verbunden ist. Beweisend war jeweils die Durchführung einer diagnostischen und/oder therapeutischen Laparoskopie oder Laparotomie unabhängig der der OP-Indikation. Dazu wurden die Daten von 473 Frauen im Alter zwischen 18 und 44 Jahren ausgewertet, die in einem von 14 OP-Zentren in Salt Lake City oder San Francisco/ USA behandelt worden waren. Frauen mit einer vorbekannten Endometriose wurden ausgeschlossen. Vor dem Eingriff wurden alle Frauen gebeten, einen standardisierten Fragebogen zum Thema Missbrauch auszufüllen. Das relative Risiko von Endometriose, Myomen, Adhäsionen oder Ovarialzysten bei einer positiven Missbrauchsanamnese wurde bestimmt und für die Parameter Alter, Rasse/Ethinizität, Ausbildung, Rauchen, vorangegangene Schwangerschaften und Familienstand adjustiert. Es wurde überprüft, ob bekannte chronisch-rezidivierende Unterbauchschmerzen, eine Depression oder durchgemachte sexuell-übertragbare Erkrankungen die Zusammenhänge erklären können. Die Autoren berichten, dass 43 bzw. 39% der Frauen des Untersuchungskollektivs über erfahrenen sexuellen bzw. körperlichen Missbrauch berichteten. Im Gruppenvergleich zwischen den Frauen mit und ohne sexuellen Missbrauch in der Vorgeschichte ließ sich kein Unterschied des relativen Risikos für das Auftreten von Endometriose, Ovarialzysten oder Myomen nachweisen. Im Gegensatz dazu war eine körperliche Missbrauchserfahrung mit einem signifikant höheren relativen Risiko für Adhäsionen verbunden. Die oben bereits genannten drei Parameter chronisch-rezidivierende Unterbauchschmerzen, Depression oder sexuell-übertragbare Infektion als mögliche Cofaktoren erklärten diesen Unterschied nicht. Nach Darlegung der Grenzen der Studie schlussfolgern die Autoren, dass Missbrauchserfahrung offenbar mit einigen gynäkologischen Störungen neuroendokrin-entzündlichem Ursprungs verbunden sein kann. Die hohe Prävalenz der berichteten Missbrauchserfahrung in der Untersuchungsgruppe unterstreicht die Notwendigkeit eines Screenings auf Missbrauchserfahrung durch das medizinische Personal und die Einführung geeigneter Nachbetreuungsmaßnahmen für die betroffenen Frauen.

Weitere aktuelle Literaturhinweise finden Sie im Mitglieder-Bereich.


Literatur-Service für unsere Mitglieder
Seit November 2015 helfen wir Ihnen beim Lesen:
Prof. Dr. Matthias David und PD Dr. med. Friederike Siedentopf (beide Mitglieder des Beirates für Wissenschaftsförderung) sichten die relevanten nationalen und internationalen Zeitschriften und empfehlen lesenswerte Artikel mit frauenheilkundlich-psychosomatischen Themen. Um dieses Angebot nutzen zu können, loggen Sie sich bitte in den Mitgliederbereich ein. Es lohnt sich!


24 WOCHEN – ab 22. September in den deutschen Kinos!

Astrid und Markus stehen mit beiden Beinen fest im Leben. Astrid lebt und liebt ihren Beruf als Kabarettistin, ihr Mann und Manager Markus unterstützt sie besonnen und liebevoll. Doch als die beiden ihr zweites Kind erwarten, wird ihr Leben aus der Bahn geworfen: Bei einer Routineuntersuchung erfahren sie, dass das Baby schwer krank ist. Die Diagnose trifft sie wie das blinde Schicksal, das sie auf sich nehmen müssen. Gemeinsam wollen sie lernen, damit umzugehen. Doch während Heilungspläne, Ratschläge und Prognosen auf sie niederprasseln, stößt ihre Beziehung an ihre Grenzen. Die Suche nach der richtigen Antwort stellt alles in Frage: die Beziehung, den Wunsch nach einem Kind, ein Leben nach Plan. Je mehr Zeit vergeht, desto klarer erkennen sie, dass nichts und niemand ihnen die Entscheidung abnehmen kann, die eine Entscheidung über Tod und Leben ist.

24 WOCHEN ist deutsches Kino, wie es sein sollte: voller Leben, geradeheraus und mit liebevoller Ehrlichkeit erzählt. Regisseurin Anne Zohra Berrached findet Bilder für eine sprichwörtliche Entscheidungs-Not, der mit den Mitteln der Sprache nicht beizukommen ist. Die grandiosen Hauptdarsteller Julia Jentsch und Bjarne Mädel ziehen uns in Bann, erschüttern uns, lassen uns nicht mehr los. Es gelingt ein ungemein kraftvoller Film aus dem Innenleben einer großen Liebe und einer vielleicht noch größeren Verzweiflung.

Deutscher Trailer: www.youtube.com/watch?v=f08wPY4ShBs.
Download: Presseheft mit ausführlichen Infos zum Film.


Stellungnahme von AKF und DGPFG zur fragwürdigen Renaissance der Hormontherapie
Die vielen Äußerungen in den frauenärztlichen Medien, die eine "Renaissance der Hormontherapie" begrüßen, haben uns zu einer kritischen Reaktion veranlasst.
Wir fordern: Evidenzbasierte Indikationsstellung statt Medikalisierung.
Stellungnahme zum Download


Stellungnahme der DGPFG zur geplanten Änderung des Screenings auf Gebärmutterhals-Krebs:
Intensive frauenärztliche Beratung muss gewährleistet sein

Der DGPFG wurde als zuständiger Fachgesellschaft die Gelegenheit gegeben, eine Stellungnahme zur geplanten Änderung der Krebsfrüherkennungs-Richtlinie (KFE-RL) abzugegen. Dabei geht es darum, dass das bisherige jährliche Zervixkarzinom-Screening mithilfe eines Zell-Abstrichs vom Muttermund (bekannt als "Pap-Abstrich") ersetzt werden kann durch einen Abstrich auf HPV-Viren, der nur alle fünf Jahre erfolgen soll. Frauen über 30 müssen sich, wenn die Änderung umgesetzt wird, entscheiden für eine der beiden Möglichkeiten. Allerdings lässt sich derzeit wissenschaftlich nicht belegen, welche der Alternativen "sicherer / besser" ist, und welche Auswirkungen die Wahl-Möglichkeit und die damit evtl. verbundenen Konsequenzen auf die betroffenen Frauen hat. Deshalb fordert die DGPFG:

"Diese Beratung muss sowohl vom zeitlichen als auch honorarmäßigen Aufwand her angemessen gewährleistet sein".

Die ausführliche Stellungnahme wurde von Dr. Dorothea Schuster/Dresden verfasst, im Vorstand und Beirat am 28.5.2016 diskutiert und gemeinsam verabschiedet.

Stellungnahme zum Download


Rückblick: 45. Jahrestagung der DGPFG vom 26.-28.02.2016 in Hamburg – Ein voller Erfolg!

Mit der „Wundertüte Elternschaft“ befassten sich auf unserer 45. Jahrestagung ungefähr 450 TeilnehmerInnen, welche ein breites Berufsspektrum repräsentierten. Über 60 Aktive gestalteten  das für 2 Tage extrem ambitionierte und breite Angebot. Neben Hauptvorträgen, Workshops und Gruppen wurden diesmal 5 Symposien angeboten, welche sich mit einem Oberthema im Rahmen von 4 Einzelworkshops auseinandersetzten.
Auf dem Gesellschaftsabend im „Parlament“ rockten 160 Teilnehmer die Bude. Selbst am Sonntag trafen sich über 50 TeilnehmerInnen im Abaton, um nach der Vorstellung der Films „Meine Narbe“ zum Kaiserschnitt zu diskutieren.
Der Kongress bewegte und brachte viel in Bewegung, so dass man es auch im leicht unterkühlten Hörsaal letztlich gut aushalten konnte. Letztlich konnte sich bei der Fülle des Angebotes jeder seinen Kongress zusammenstellen. Erwartungsgemäß gab es aber auch Kritik in Bezug auf die Qual der Wahl.
Finanziell und inhaltlich befinden wir uns noch im Prozess der Aufarbeitung und werden sicher noch einmal abschließend zu diesem  gelungenen und gut besuchten Kongress berichten.
Auf der Kongress-Homepage haben wir viel zum Nachlesen und Nachsehen eingestellt, so dass man hier sowohl Verpasstes als auch Erlebtes noch einmal nachvollziehen kann.
Nach wie vor sind wir offen und dankbar für Rückmeldungen.

Mit Dank an alle Beteiligten, vor allem aber an alle Aktiven und das tolle Vorbereitungsteam in Hamburg,
W. Lütje


European Consensus Statement - Chronic pelvic pain in women
Erfreulicherweise ist nunmehr, nach längerer Vorbereitungszeit, die elektronische Version des von Frau Siedentopf federführend verfassten Artikels zum Thema „Chronischer Unterbauchschmerz“ im ISPOG-Journal erschienen.
Artikel zum Download


Neues Curriculum der DGPFG: Sexualmedizinische Kompetenz
Fast zwei Drittel aller Frauen äußern in der gynäkologischen Sprechstunde, aber auch in der Klinik Fragen und Probleme im Zusammenhang mit der Sexualität, oder sie erwarten eine Thematisierung von Sexualität durch den Arzt/ die Ärztin. Oft sehen sich Frauenärztinnen und Frauenärzte nicht ausreichend vorbereitet, eine sexual-medizinische Beratung durchzuführen. Um diese Lücke zu schließen, bietet die DGPFG ein sexualmedizinisches Curriculum an zwei Wochenenden in München mit insgesamt 40 Unterrichtseinheiten an, Der erste Kurs ist gestartet, das Angebot soll jährlich wiederholt werden. Der Kurs richtet sich vor allem an Ärzte in Weiterbildung zum Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, GynäkologInnen in Praxis und Klinik, aber auch an Ärzte aller Fachrichtungen, die sich schwerpunktmäßig kommunikative Kompetenz in Bezug auf Diagnostik und Therapie weiblicher Sexualstörungen aneignen möchten.
Weitere Informationen zum Download

Pille danach: WAS ZÄHLT, IST DIE ZEIT!
Wenn die Pille danach ohne Rezept in der Apotheke erhältlich ist, spielt die Kompetenz der Frau eine noch größere Rolle. Die DGPFG setzt auf die Eigenverantwortung der Frau und tritt für eine umfangreiche Beratung ein.
Pressemitteilung zum Download

„Social freezing“ - ein familienpolitisches Desaster und medizinisch nicht akzeptabel!
Die Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Frauenheilkunde und Geburtshilfe (DGPFG) warnt vor einer unüberlegten Zustimmung zu einer „arbeitgeberfreundlichen“ Familienplanung, die das Selbstbestimmungsrecht von Frauen aushöhlt.
Text der Pressemeldung der DGPFG zum Download

Psychosomatisches Gespräch entscheidend für die Behandlung bei chronischem Unterbauchschmerz
Prof. H. Kentenich und PD F. Siedentopf haben im FRAUENARZT einen aktuellen Artikel veröffentlicht zum Umgang mit dieser  Symptomatik, die Frauen und auch ihre ÄrztInnen oft sehr belastet. "Nur die Zusammenschau biologischer, psychischer und sozialer Faktoren hilft weiter." 
Artikel zum Download

Psychosomatische Frauenheilkunde - Standardwerk für alle Berufsgruppen
Der Leitfaden "Psychosomatische Frauenheilkunde", erschienen 2012, wurde erneut sehr positiv besprochen. Das freut uns besonders, da nicht nur die Herausgeberinnen sondern auch die Mehrzahl der Autoren und Autorinnen zum Kreis der DGPFG gehören. Wichtig der Hinweis: Der Blick in dieses umfangreiche Nachschlagwerk lohnt sich für alle Professionen, die sich mit Frauenheilkunde beschäftigen, es ist kein rein ärztliches Fachbuch.
Buchbesprechung zum Download

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